Der “Kapitalismus” soll schuld sein

Heutzutage kann man überall lesen, dass “der Kapitalismus” an der Finanzkrise schuld sein soll…
Dazu gibt es so einiges zu sagen. Zum Einen ist das, was wir hier erleben, mitnichten eine “Finanzkrise”, sondern eine handfeste, ja geradezu extreme Überschuldungskrise. Zum Anderen gibt es gar keinen Kapitalismus mehr. Das, was wir heutzutage so nennen, ist eine astreine Planwirtschaft, in der die Kursverläufe von den Zentralbanken und diversen PPT’s (Absturz-Verhinderungs-Teams) geplant und umgesetzt werden.
Wenn ich dann lesen muss, dass diverse Wissenschaftler und Ökonomen – allesamt “gestandene Experten” – sich für alternative Geldsysteme stark machen, die natürlich ebenfalls wieder zentral gesteuert werden müssen, dann kann ich mich vor Lachen nur noch wegschmeißen! Warum wollen solche Leute immer zentral geplante Konstrukte? Weil sie sich nicht einmal annähernd vorstellen können, dass es die Menschen sind, die ein Geldsystem ausmachen. Das Handeln und die Vorlieben der Menschen bestimmt den Wert der Waren und Tauschmittel und nicht irgendwelche Leute in Hinterzimmern.
Die sogenannten Professoren, Ökonomen, Soziologen und sonstige …logen sind nur Apparatschiks, die nicht aus ihrem engen Denkgebäude heraus können. Zudem sind sie vom Staat, seinen Zahlungen und der Sicherheit der lebenslangen Verbeamtung abhängig und streben daher stets einen starken und mächtigen Staat an. Sie glauben an die Planbarkeit nahezu aller Prozesse und müssen alles in Modelle pressen. Nichts darf zufällig und natürlich ablaufen. Diese Leute sind absolut unfähig, ein Geldsystem zu planen das mehrere hundert Jahre lang stabile Preise garantiert und den Menschen Wohlstand und Sicherheit schenkt.
So ein Geldsystem gab es bereits und es ist von selbst entstanden, ganz ohne Wissenschaftler, …oren und …logen. Die Zahlungsmittel der Menschen, für einen Zeitraum von über 5000 Jahren, waren Gold und Silber. Solange sich an der Geldmenge, an der Zusammensetzung der Münzen und den Umweltparametern nichts änderte, blieben die Preise über sehr lange Zeiten stabil – teilweise über 100 Jahre lang. Da lässt es sich gut sparen, wenn man als Kind für einen Kreuzer ein Pfund Butter bekommt und als Alter ebenfalls…
Aber das zählt ja nicht, das ist ja altmodisch, das kann man doch besser! Da muss ein Vollgeld her oder ein anderer Konstrukt und das muss natürlich zentral geplant werden! Wo kommen wir denn da hin, wenn die doofen Bürger das Geldsystem aufgrund ihrer individuellen und subjektiven Handlungen steuern… Nein, das muss “der Staat” tun oder “das Volk”.
Natürlich steuert nicht “der Staat” oder “das Volk” ein Geldsystem, sondern immer nur einige Leute. Und weil die dann nicht mehr Zentralbanker heißen, sondern staatliche Geldmengensteuerer oder Volksgeldsteuerer, darum ist das Geldsystem dann völlig sicher und nicht zum Vorteil fremder Interessen manipulierbar. Dann ist alles heil und alle sind glücklich und leben wie im siebten Himmel…und wenn sie nicht gestorben sind, dann sind sie durch die Inflation verarmt…
Leute – aufwachen! Kein natürliches System braucht eine Steuerung! Sämtliche natürliche Systeme sind selbststeuernd und das auf hochintelligente Art und Weise! Man denke nur an die Zeugung, das Wachsen des Kindes und die Geburt – alles vollautomatisch. Da wird nur Frau und Mann, der Geschlechtsakt und Nahrung gebraucht, um so etwas hochkomplexes, wie ein Kind entstehen zu lassen.
Was macht der Mensch aber? Ein schönes Beispiel ist die in den 50er Jahren stattgefundene Begradigung der Bäche und Flüsse. Jedes Wässerchen wurde Platzsparend in Betonröhren oder zumindest in schnurgerade Kanäle gepresst. Zum Ruhme Deutschlands und zum Wohle der Landwirtschaft. Solange die Gewässer sich frei entwickeln konnten, entstanden Flusswindungen und Auen, die das Wasser zurück hielten. Das war in den Augen der Menschen ein sinnlose Platzverschwendung – die der Mensch korrigieren musste. Nach der Begradigung stand dem Bürgermeister von Köln schon bei mittleren Regenfällen der kalte Schweiß auf der Stirn, weil der Rhein unbedingt die Kölner Altstadt besuchen wollte. Schließlich hat man damit begonnen, die teuren Begradigungen noch teurer zurückzubauen – man hat die Gewässer “renaturiert”.
Solche “Wissenschaftler” wollen also das Geldsystem steuern? Genau diese Wissenschaftler oder ihre Kollegen haben uns dahin gebracht, wo wir jetzt sind. Sie sind und waren die Erfüllungsgehilfen der Banker und Politiker, die vom Geldsystem maximal profitieren und gemeinsam das Volk aussaugen. Solange solche Systeme einer zentralen Planung von Gehirnakrobaten unterliegen, wird es immer so sein, dass irgend jemand oder irgend eine Gruppe ihre Vorteile daraus ziehen will und das auch schafft.
Es gibt heutzutage weder einen Kapitalismus, noch ein freies Geldsystem oder gar freie Märkte. Wir haben in nahezu allen Bereichen des Lebens Vorschriften, Regularien, Warnungen, Planungen, Gesetze, Richtlinien und wie die Gängelungen alle heißen – alle zentral geplant. Es gibt keine Freiheit – Freiheit ist eine Illusion.
Wer Freiheit will, muss zuerst einmal sämtliche Vorschriften in die Mülltonne treten und dann schauen, wie sich das Geldsystem über Jahrtausende entwickelt hat und was wir daraus lernen können. Es ist ja nicht so, dass man nicht an die alten, funktionierenden Vorgehensweisen anknüpfen und sie mit neuen Elementen verknüpfen kann. Man könnte sich zum Beispiel ein auf Edelmetall basierendes Geldsystem vorstellen, dessen Gewichtseinheiten man nicht physisch herumschleppt, sondern elektronisch überweist und bezahlt. Oder irgend etwas anderes, was sich eben durchsetzt…
Das gleiche gilt auch für freie Märkte und den “Kapitalismus”. Wir müssen die Märkte von den Vorschriften und Regularien befreien. Wir haben nicht zu wenige davon, sondern entschieden zuviel! Der Mensch muss frei handeln können und darf nicht in Regeln ersticken.
Der Kapitalismus – als Synonym für freie Märkte – ist ein System, in dem jeder so handelt, wie es für ihn und sein Kapital am Besten ist. Das ist zutiefst gerecht und gut. Das, was wir jetzt haben, ist ein zutiefst ungerechtes, sozialistisches Zwangsumverteilungs-System, wo völlig gesunde und junge Leute die Möglichkeit haben – oder gezwungen sind – ohne jede Leistung einfach so in den Tag hinein zu leben auf Kosten der Leistenden.
In einem freien System würden alle Arbeitsfähigen arbeiten müssen, denn es gäbe niemanden, der ihnen ihr Schmarotzertum finanziert. (Ich zähle die Führung des Haushaltes und die Kindererziehung auch als Arbeit) Es gäbe auch genügend Arbeit, denn die Steuern und Sozialabgaben wären verschwindend gering. Im Kapitalismus würden keine Leute aus anderen Ländern hierher kommen, direkt nach der Ankunft ins Sozialamt gehen und ihre berechtigten Ansprüche geltend machen. In einem freien System würden sie nur dann hierher kommen, wenn sie einen Job vorzuweisen haben – oder genug Geld, um sich selbst zu erhalten. Also alles zutiefst gerecht: arbeite und du kannst essen – arbeite nicht und du musst hungern.
Selbstverständlich gilt das nicht für tatsächlich kranke oder arbeitsunfähige Deutsche – denen muss selbstverständlich geholfen werden.
Diejenigen, die Edelmetall zur Absicherung kaufen, werden damit zu ihrer eigenen Zentralbank und sabotieren das System. Sie handeln für sich selbst und schaffen damit die Grundlage für ihre eigene Freiheit und Unabhängigkeit. Diese Leute wissen, dass nur sie sich selbst helfen können, dass “der Staat” alles tun würde, um sie von ihrem Tun abzuhalten. Trotzdem tun sie, was sie für richtig halten, denken und handeln frei und genau davon ist hier in diesem Artikel die Rede. Natürlich sind wir alle (noch) in diesem System involviert – aber wir können etwas tun – und zwar JETZT! Jeder Sozialist, Kommunist, Faschist würde laut aufschreien, wenn Leute versuchen, unabhängig zu werden – aber genau das müssen wir tun – wir müssen uns zu unabhängigen, selbst denkenden und handelnden Individualisten entwickeln! Solche Leute nennt man auch Kapitalisten oder Investoren! Je mehr es von uns gibt, umso schwieriger wird es für die etablierten Zwangs-Umverteiler, mit ihrer Ausbeuterei so weiter zu machen, wie bisher.
Siehe hierzu auch den Artikel von GLR: Die feuchten Träume der Sozialisten
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Hallo Divo, schöner Artikel. Allerdings würde ich sagen, dass wir es eher mit einer Plutokratie zu tun haben!
Ich kann nur gratulieren. Der Text wird natürlich vielen bitter aufstoßen. Die Landung auf dem Boden der Realität ist auch von den meisten vermeintlichen System-Kritikern nicht erwünscht, sondern sie möchten den “bösen Kapitalismus” am liebsten vom nächsten sozialistischen Schlaraffenland abgelöst sehen. Inzwischen mache ich mir einen Sport daraus, den Begriff “neoliberal” in Blogs und Kommentaren aufzuspüren. Das war, bevor ich das Geldsystem verstanden habe, auch einer meiner Lieblingsbegriffe gewesen — und mir fiel es erst dann wie Schuppen von den Augen, als ich merkte, auf welche Art Monsterverschuldung und Funktionärsdiktatur diejenigen, die diesen Begriff quasi als Ausweis ihrer Gutmenschlichkeit benutzen, hinsteuerten. So etwas nennt sich in Deutschland “politische Mitte und politische Linke”, quer von der CDU/FDP zu SPD, Grünen und Linken (und wer es schon bemerkt hat, kann die Piraten gleich mit dazu zählen). Die anderen können — dem schönen jüngsten Satirevideo von ClownUnion gemäß — dann wohl nur Nazis sein.
Was mir an dem Artikel auch gefällt, ist der Verzicht auf “…ismen” und andere Schlagworte. Sämtliche komplizierten Konzepte, Lehren und Theorien sind mehr als verdächtig. Dahinter stecken stets die Möchtegern-Fädenzieher, die immer so tun, als ginge es ihnen nur um “Gerechtigkeit”, während sie in Wahrheit zumeist berufliche Stümper und Wenigverdiener sind, die sich Edelmetalle schon von vornherein nicht leisten können, wenn sie nicht auch noch mit zig- oder hunderttausenden Euros verschuldet sind.
Das “Schreckliche” an den Edelmetallen ist, daß man sie nicht fälschen und “nachdrucken” kann; deshalb gelten sie unter den Kapitalismus-Kritikern als fundamentale Bedrohung ihrer Vorstellungen von zentral gelenkter Umverteilung. Da stehen sich zwei Welten unversöhnlich gegenüber: Tatsachen und Wunschvorstellungen.
Ich spüre ganz genau, dass selbst unter denjenigen, die vorsorgen und Edelmetall kaufen, nur sehr, sehr wenige sind, die überhaupt begreifen, was in diesem Artikel steht. Die meisten denken, ich wäre zutiefst “unsozial” und würde den Hartzern oder Sozialhilfeempfängern ihre Unterstützung nicht gönnen. Dabei geht es doch genau darum, dass jeder die Möglichkeit bekommt, für sich selbst zu sorgen – dafür muss man aber etwas tun – nämlich die Verantwortung für sein Leben selbst übernehmen. Aber das ist nicht gewünscht – weder von den Leistungsempfängern, noch von irgendwelchen Sozialarbeitern, Beamten oder Obrigkeiten – denn dann wären die ja überflüssig.
Dieser ganze Überbau ist nur dazu da, um die tatsächlich Leistenden auszusaugen und anderen ein bequemes Leben auf deren Kosten zu ermöglichen. Es ist nicht so, dass die Hartzer die Sozialarbeiter, Beamten und Obrigkeiten brauchen – sondern die brauchen die Hartzer! Denn gäbe es die Hartzer nicht, dann müssten sich die Sozis um einen Job in der freien Wirtschaft – dem “Raubtierkapitalismus” – bemühen, das will keiner. Dann doch lieber die soziale Hängematte…
Ein schönes Beispiel für den Begriff “Neoliberal” gibt es hier: http://www.querschuesse.de/schuldenkrise-state-of-the-art-der-krisenbewaltigung/
Das gegenwärtige Falschgeld-Lügensystem ist ja nicht nur Merkels Erfindung. Es zieht sich bis in die Körperzellen der Zivilisationsschmarotzer. Und wer ist das, wenn wir ehrlich sind, nicht? Wer schaltet nicht seinen PC ein und erwartet wie selbstverständlich, daß der Strom dafür zur Verfügung steht? Oder seinen Herd, seine Heizung, sein Warmwasser? Wer geht nicht zum Supermarkt und nimmt es als total selbstverständlich, daß dort alles, was er möchte, schön ordentlich aufgereiht in den Regalen steht? Wer nicht? Doch jeder von uns, oder?
Der Crash ist keine Spielerei, und schon gar nicht geht es nur ums Geld oder um Geldsysteme. Sondern diese Kultur hat sich, schon seit über 100 Jahren, in eine Sackgasse hineinmanövriert. Sie befindet sich jetzt im Endstadium ihrer Dekadenz. Das weiß sie aber noch nicht; es gibt bloß ein vages Unbehagen und eine ungute Vorahnung, daß etwas kommen wird, das sie in den Grundfesten erschüttern wird.
Was hier erschüttert werden wird, ist, daß man sich von Illusionen reich machen kann, daß man durch Lügen voran kommt und daß man sich als Zivilisationsschmarotzer und Charakterimitation frei, würdevoll und stark fühlen kann. Solch eine Scheinwelt muß und wird zusammenbrechen. Das zeigt die gesamte menschliche Geschichte. Solch ein Zusammenbruch ist schrecklich, aber er ist auch gut und notwendig. Ohne ihn kann man lange herumquatschen und über Theorien diskutieren — das ist alles nur Kinderei. Das endet schnell, wenn es ernst wird.
Ja, das stimmt schon – fast jeder erwartet bestimmte Dinge, wie selbstverständlich – da kann ich mich nicht ausnehmen. Trotzdem muss man tun, was man tun kann und versuchen zu beheben, was man als Problem erkennt. Unter anderem darum gelte ich auch in meiner Familie als “Spinner”, weil ich ein Erdgewächshaus gebaut habe und die Stromversorgung sicherstellen will. Etc.
Es ist wirklich so – wer die Verantwortung nicht übernehmen will, muss die Konsequenzen tragen und zwar zu einhundert Prozent. Das wird verdammt hart werden. udo Wolf hat in einem seiner Artikel darauf hingewiesen, wie Gutmenschen 2001 in Argentinien zu Raubtieren wurden. Wird bei uns auch passieren…
Die Gehirnakrobaten werden merken, dass “zu leben” eben doch keine Hängematte ist, sondern durchaus auch “Schwielen an den Händen” bedeuten kann – oder muss, wenn man überleben will.
Querschüsse:
Interessantes Manifest eines typischen Intellektuellen, der noch nie irgendeine selbständige wirtschaftliche Tätigkeit ausgeübt hat.
“…. wenn man bedenkt, dass der Finanzmarktkrise gerade in den USA eine lange Phase wirtschafts-liberaler Politik vorausgegangen ist. ”
Man sieht hier auch gut die absolute und deshalb auch erschreckende Unwissenheit. Weder wissen diese Leute, was das Geldsystem ist, noch wissen sie, woher es kommt und was es mit dem FED-Komplott von 1910 auf sich hatte. Das müssen sie alles leugnen und wegreden! Den Staatsanleihen-Geldschöpfungstrick, den fractional-banking-Geldschöpfungstrick: immer feste die Augen zu, bloß nicht angucken, immer schön leugnen!
Wer derart mit den Tatsachen umgeht, ist durch und durch verblendet und ein unbelehrbarer Ideologe; ich würde sogar sagen: ein Fall für eine Therapie. Da ist alles nur noch Glaube und Dogmatik, keinerlei Interesse für Wahrheit oder Einsicht.
Genau darum geht es aber: um den Zusammenprall zwischen Ideologie und Tatsachen. Mit dem Lügengeld allein kann man machen, was man will — die Tatsachen lassen sich auf Dauer doch nicht umbiegen. Gegen die Ideologen braucht man noch nicht mal zu argumentieren; die werden tagtäglich durch die Realität widerlegt.
Ich denke wenn das Zinsgeld abgeschafften werden würde, wäre schon sehr viel mehr Wohlstand möglich.
“Zinsgeld abschaffen” – was ist das denn? Ich kann mich jetzt doch nicht bremsen, auf diesen Unsinn einzugehen. Man darf also keine Zinsen mehr für Geldverleih bekommen? Kredite gibt es dann auch nicht mehr, ja wie denn dann weiter? Und wenn man dann etwas anderes verleiht oder vermietet, darf man dafür auch nichts mehr verlangen? Ich fasse es nicht….!
Wenn man den obigen Artikel (und einige andere hier übers Geldsystem) auch nur in Ansätzen verstanden hat, müßte man auch den Unterschied zwischen wertgedecktem (Echt-)Geld und ungedecktem Fiat-Geld verstanden haben. Zinsen auf Fiatgeld sind ein Problem, weil Fiatgeld das Problem ist. Ohne Fiatgeld gibt es auch keine (fundamental ungerechtfertigten) Zinsen auf “Nichts”, nämlich auf Luftgeld.
Jetzt kapiert?
> Keine Zinsen mehr?
Genau.
Das mag auf den ersten Blick schwer einzusehen sein, aber selbst ein Vermögender, der allein durch die Zinsen heute ein leistungsloses Einkommen erzielt, würde langfristig von einem Geldsystem OHNE Zinsen profitieren.
Da es in so einem System keine Inflation (= Geldentwertung) geben würde, bliebe das Vermögen stabil und braucht keinen “Zuwachs” durch Zins.
Wobei der heutige Zins von ~1,5% auf’s Sparbuch sogar unter der OFFIZIELLEN Inflationsrate von 2,4% liegt also die Spareinlage an Wert verliert.
Du schreibst: “Zinsen auf Fiatgeld sind ein Problem….Ohne Fiatgled gibt es auch keine Zinsen auf “Nichts”".
Also gäbe es Zinsen auf Metall-gedecktes Geld?!
Wie sollten dann aber in einem Metall-gedeckten Geldsystem die Zinsen bezahlt werden, wenn es doch nur begrenzt Metall zum “bezahlen” gibt?
Überlegen wir weiter: Man braucht also ein wert-gedecktes Geld OHNE Giralgeldschöpfung, damit die Geldmenge stets gleich bleibt, richtig?
MfG
Sandra.
Heutzutage sind ja Zinsen bei jedem Verleihen von Geld völlig normal.
Schon deshalb weil die Banken es sich jederzeit erlauben können Zinsen zu zahlen weil sie ja aus jedem Euro 10 oder 100 machen können.
Damit erzeugen die Banken ja schonmal eine Gewohnheit.
Keiner kann sich von diesem Gedanken lösen, das Geld Zinsen bringen muss.
Wenn dann die Wirtschaft nicht wächst, der Wert der Immobilien nicht steigt oder sonst was und die Zinsen nicht gezahlt werden können, will plötzlich keiner was damit zu tun haben und überall sucht man nach Schuldigen.
Man könnte Zinsverträge “verbieten” oder sich einfach gedanklich davon entfernen weil sie nicht ganz natürlich sind und nur Geld in Form von Beteiligungen verleihen.
Jeder würde das bekommen was mit seinem Geld an Gewinn erzieht wird. Bei Verlust natürlich weniger zurück.
Aber wir sind eben zu lange an Wachstum gewohnt.
Das Problem unserer Euro-Krise ist doch, dass das Wachstum sich von Europa in andere Regionen der Welt verlagert hat. Sonst würde ja niemand über die Staatsschulden jammern sondern man würde schön in Ruhe und fröhlich seine Zinsen bezahlen.
Das zumindest weiß jeder VWLer, dass das System ständiges Wachstum zum überleben braucht, auch wenn er sonst nicht viel übers Geldsystem weiß.
Da beim fraktionierten Reserversystem der Zins nicht mit geschöpft, sondern nur das Geld durch die Kreditvergabe aus der Luft erschaffen wird, müssen “wir” (die Kreditnehmer) uns gegenseitig das Schuldgeld abjagen, um den Kredit + Zinsen zu “tilgen”.
Das gelingt aber nicht jedem (geht rein mathematisch nicht), weil siehe oben.
> Das Problem unserer Euro-Krise ist doch, dass das Wachstum sich von Europa in andere Regionen der Welt verlagert hat.
Wenn wir ein Geldsystem ohne Zins und Inflation hätten, gäbe es auch nicht diesen unnatürlichen Wachstumszwang.
“Wer in einer endlichen Welt, zeitlich unbegrenztes Wachstum für möglich hält, ist entweder dumm, auf Drogen oder ein Wirtschaftswissenschaftler.”
In jedem zinseszins-basierten Schuldgeldsystem ist der Staatsbankrott eine mathematische Gewissheit und das Papiergeld strebt früher oder später seinem wahren Wert entgegen – Null.
Dass der Strom aus der Wand kommt und das Essen im Supermarkt bereit steht, ist ja erstmal nichts schlimmes. Außer, dass man sich damit viel Abhängigkeiten von anderen schafft. Aber selbst das wäre in einer “gerechten” Welt nicht verkehrt. Nicht jeder kann alles selbst herstellen, was er zum täglichen Leben braucht.
Steigende Arbeitslosenzahlen wären eigentlich ein Grund zur Freude. Sind sie doch die Belohnung für gestiegene Produktivität, technischen Fortschritt und Arbeitsteilung, weil für die Bedürfnisbefriedigung der Menschen weniger Arbeitskräfte notwendig sind.
Leider steht aber nicht der Mensch (und seine Bedürfnisbefriedigung) im Vordergrund, sondern das Kapital (und die Gewinnmaximierung der Großkonzerne, die sich als juristische Personen verhalten wie…Psychopaten).
MfG
Sandra.
Irgendwie scheint hier kaum einer zu wissen, was das Geldsystem überhaupt ist und dass die Zinsen nicht das Problem sind, sondern nur der Verstärker.
Ja, das Papiergeld in diesem Schuldgeldsystem ist durch nichts gedeckt und beliebig vermehrbar. Da bin ich bei Dir.
Das ist EIN Problem aber nicht das einzigste. Ich bin der Meinung, dass der Zins die Wurzel allen Übels ist.
Denn durch den Zins erhalten Menschen, bei denen ein Monitor eine große Zahl anzeigt, wenn sie ihre Plastikkarte in den Bankautomaten-Schlitz einschieben, ein leistungsloses Einkommen, was andere erarbeiten müssen. Also eine Vermögens-Umverteilung von fleißig zu reich.
Jemand wird (mit dem Zins) belohnt, Geld aus dem Wirtschaftskreislauf zu nehmen und (bei der Bank) zu horten. Damit hat das Geld seinen eigentlichen Nutzen als Tauschmittel verloren.
Deshalb bin ich für NEUTRALES Geld, was keinen bevorzugt (nämlich den Vermögenden wie in dem jetzigen System). Ein Geld ohne Zinsen und Inflation aber mit Umlaufsicherung.
Sorry, dass ich mich wiederhole aber ich finde das Buch einfach klasse (Prof. Kennedy: Geld ohne Zinsen und Inflation – Ein Geld das allen nützt).
Die Sache mit Geldverleihen ohne Zinsen: Andreas Popp hat das in einem seiner letzten Vorträge an einem Beispiel mit “Wechsel” erklärt. Wenn der “Kredit” als versprochene Arbeitsleistung vergegeben wird, wird der “Schuldschein” (Wechsel) nach vollzogener Arbeitsleistung des Schuldners zerrissen und beide sind quitt. Da bleiben auch keine Zinsen übrig.
Divo, wenn ich Dich richtig verstehe, bist Du für ein Metall-gedecktes Geld mit Zinssystem. Was soll das bringen? Bei 5% Zinsen nimmt man paar Jahrzehnte Anlauf (bei weniger Zinsen dauerts bisschen länger) bis zum nächsten Crash.
Wenn Du Deinen Strom selber produzieren willst (wie Du schreibst) und für das Windrad oder die Solaranlage einen Kredit aufnimmst, womit bedienst Du die Kreditzinsen? Musst Du dann eine profitable Arbeit suchen? –> Von der Abhängigkeit der Stromlieferanten befreit, um in die Abhängigkeit der Zinsknechschaft zu sein. Für mich unlogisch.
MfG
Sandra.
Die Zinsen sind nicht das Problem. Das Problem sind die automatischen risikolosen Zinsen, die dazu führen, dass Guthaben UND Schulden in einem Währungsraum exponentiell wachsen. Die Realwirtschaft kann aber blöderweise nur linear wachsen, so dass der Kollaps vorprogrammiert ist.
In einem Echtgeldsystem mit Gold + Silber gibt es keine automatischen risikolosen Zinsen, der Zins ist nur eine Gewinnbeteiligung. Man bekommt also als Sparer nur Zinsen auf sein Guthaben bei der Bank, wenn man bereit ist sein erspartes Kapital einem Unternehmen als Kredit zur Verfügung zu stellen, wer das nicht will bekommt eben keine Zinsen und zahlt zudem in aller Regel eine Gebühr für das Führen des Kontos.
Das führt dazu, dass gute Unternehmen und Banken am freien Markt bestehen und schlechte Unternehmen und Banken in die Insolvenz gehen. Zudem kommt es nicht zur Umverteilung “von unten nach oben”, sondern das Geld bleibt dort, wo es hingehört: bei der arbeitenden Bevölkerung und in der Realwirtschaft.
PS: Wer das nicht glaubt, der lese bitte die Bücher “Geldsozialismus” und “Geld, Gold und Gottspieler”, beide von Roland Baader und beide sehr empfehlenswert.
Sandra & All:
Ihr könnt so viel wie nur irgendmöglich fantasieren, welche Geldform die sicherste ist. Bitte nicht übel nehmen! Es ist völlig egal WELCHES GELD man aus dem Boden stapft, ob Freigeld, ob Fiatgeld, oder Geld mit Umlaufsicherung (was ohnehin wieder “FREIGELD” ist. usw. Warum wollt ihr partout nicht verstehen, das hier einer ein System beginnt, wo keine Leistung dahintersteckt?
Mit dem Geld soll ja ein SYSTEM erzeugt WERDEN und genau das ist das Problem! Bei der Staatsgründung gibt neues Geld und die Leute fangen an nach dem Papier zu streben UM SICH EINEN GUT ZU ERARBEITEN.
Schaut doch mal genau was für ein unsinn damit erzeugt wird: Du willst Brot – arbeitest Du dafür – bekommst aber Papier. Gt Du gehst damit zum Becker – und kaufts dir Brot, aber da immer mehr Schuldscheine erzeugt werden, ist bereits im ersten Monat bereits Zins und damit VERLUST vorporogramiert, Bricht mal die komplette Dollargeschichte vom Entstehen bis heute und Du wirst vorausichtlich monatliche Geldentwertung in Größenordnung von 0,01 – bis 0,001% feststellen, was ja quasi nicht feststellbar ist, aber trotzdem ist es da.
Freigeld nach Gesell impliziert bereits den Wertverlust, weil Gesell sagte, es muß eine Entwertung geben, fals man sein Geld zu lange hält wobei Gesell von Phasen ausgeht. Da ist doch bereits die Umlaufsicherung mit dabei, weil vor dem Stichtag jeder Besitzer den Eindruck haben wird er müsse es gegen irgendwelche Waren loswerden. Diese oben besprochene 0,01-0,001% übernimmt jemand und erzeugt damit Vermögen, wofür er in Phasen wie heute verteufelt wird.
All diese Geldformen haben aber unterm Strich zwei tödliche Eigenschaft bereits drin. Es wird aus dem nichts geschöpft und dann noch verzinst – was unweigerlich früher oder später so etwas wie Arbeitslosigkeit Mikrolöhne usw erzeugt! All diese Idiotien wie Waren herstellen bis zum Umfallen und Insolvenzen und Bankrotte werden durch diese zwei Sachen erzeugt.
ALSO muß jeder Mensch erst eine Leistung erbringen, bevor er sie verkaufen kann. Es kann also nur dann funktionieren, wenn aufeinander zwei Leute treffen, die sich gegenseitig ein Gut anbieten und damit leben, völlig ohne Schuld und frei von Zukunftssorgen.
GELDSYSTEME funktionieren nicht! Ob Gold in übrigen diese Funktion erfüllen kann, sei ebenfalls dahingestellt, doch ist das Gold wesentlich fairer, weil Du ohne Geld nur dann zu Goldbesitz kommst, wenn Du erhebliche Überschüsse erzielt hast. Wenn alle Überschüssse erzielen, ist das Gold weg aus dem Markt, bis eine Phase (Dürren als Beispiel) die Völker zwingen das Gold gegen importiertes Weizen usw, also gegen Überschüsse aus einer anderer Region zu tauschen.!
Was aber nochhinzukommt: Zu Dem Geldschöpfen aus dem nichts geraten wir in Abhängigkeit gegenüber anderen Nationen, bringen diese gegen uns auf. Und da kommt der Staat mit Abgabenordnung dazu…
Folglich mußt Du immer mehr Güter erzeugen, diese auch noch verkaufen um Zins, Abgaben usw zu bedienen, wobei Du stellenweise mit frisch gedrucktem Versprechen bezahlt wirst. Das ist doch alles absurd!
Echter Wohlstand ist in zinslosen System nicht möglich, weil jeder nur so viel produziert wie nötig. Erzielt er Überschüsse hat er Überkapazitäten. Usw., usf.
Doch er erleidet so etwas nicht wie totale Armut, Perspektivlosigkeit usw.
Das Problem beim Gold als Geld ist doch, dass es neben seinem normalen Wert wenn es erst mal als Zahlungsmittel akzeptiert werden würde einen Wert bekäme der dieser Goldwährung entspräche und unabhängig vom Materialwert würde.
Der Kurs wäre dann reine Spekulationssache.
Der würde dann genauso irgendwelchen Phantasien unterliegen wie die jetzigen Währungen.
Wenn Dir jetzt für ein Kilo Papier einer sein Haus verkauft dann wird er es bei einer Goldwährung vielleicht für 1 Gramm Gold tun, obwohl 1 Gramm Gold nach unserem jetzigen Verständnis über dieses Metal nicht ausreichen kann um ein Haus zu kaufen.
Ausserdem kann es doch nicht sein, dass eine Weltwährung aus etwas besteht das in gewissen Ländern zu Hauf im Boden rumliegt und in anderen Ländern so gut wie überhaupt nicht.
Aha – und wie war das in den vergangenen 5000 Jahren?
Leute – ihr denkt viel zu kompliziert. Worum es geht, ist ein werthaltiges Geld zu haben, gegenüber einem unbegrenzt erzeugbaren, wertlosem Geld.
Wie der Wert dieses Geldes dann bewertet werden wird – wen juckt denn das? Das entscheiden dann nicht einige Händler, sondern alle Menschen dieses Planeten! Außerdem darf es nicht nur eine Sorte geben – es braucht für eine saubere Bewertung mindestens zwei Geldsorten – daher Gold und Silber – oder zwei andere Metalle oder sonst etwas.
Die Länder, die viel Gold besitzen, sind dann eben in der glücklichen Lage, dass sie dieses gegen andere Waren exportieren können – das ist schon immer so gewesen und genauso, wie bei anderen Rohstoffen auch – zB Öl!
Denkt doch mal einfach, nicht immer kompliziert:
Wir brauchen zwei werthaltige Stoffe, die so selten sind, dass sie nicht massenweise hergestellt werden können. Dann werden sich diese Geldstoffe im Zuge des Handels über den Planeten verteilen und ihr Wert wird sich einpendeln.
Wer viel davon hat ist reich – gibt aber auch viel davon aus. Wer wenig oder nichts davon hat, muss dafür eine Leistung erbringen.
Die Bewertung der beiden Stoffe erfolgt im Verhältnis ihres Vorhandenseins am Markt und der Arbeitsleistung, die für die Gewinnung benötigt wird. Der Wert der Geldstoffe wird sich im Zuge des weltweiten Handels einpendeln – er wird sicherlich etwas schwanken.
Wo bitte ist denn da ein Problem?
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So und jetzt zu den Zinsen!
Etwas zu mieten bedeutet, ein Objekt oder eine Leistung zeitweise in Anspruch zu nehmen.
Niemand auf diesem Planeten – es sei denn er ist ein Verrückter oder ein Heiliger – verleiht ein Gut, das ihm gehört ohne Gegenleistung! Niemand! Die Verleihung eines Gutes ist vergleichbar der Miete einer Wohnung oder eines Autos. Für die Erstellung oder Anschaffung der Wohnung und des Autos musste eine Leistung erbracht werden. Der Mieter muss dies honorieren – ansonsten würde niemand eine Wohnung oder ein Auto bauen und dann gäbe es auch keine zu mieten. Für die Beschaffung von Geld musste ebenfalls eine Leistung erbracht werden – und wenn der Besitzer es “nur” aus dem Boden gekratzt hat.
Aber selbst dann, wenn das zu vermietende Objekt dem Besitzer keine Leistung abverlangt hat – zum Beispiel weil er es geerbt hat – wird er einen Mietzins fordern.
Ob die Bereitstellung oder Herstellung des Mietobjektes dem Eigentümer eine Leistung abverlangt (hat) oder nicht, ist unwesentlich. Fakt ist, dass der Eigentümer eine Bezahlung für die Vermietung haben will – ansonsten gibt er sie nicht aus den Händen!
Zu sagen, dass die Vermietung von Geld keinen Mietzins kosten darf, ist ja wohl lächerlich! Wenn 2 Menschen mein Geld haben wollen, dann gebe ich das Geld demjenigen, der im Verhältnis des Risikos den höheren Mietzins bietet. Und wenn mir niemand einen Mietzins bietet, dann schließe ich das Geld weg und es bekommt niemand!
Wer keinen Zins zulassen will, spekuliert auf leistungslosen Bezug und das ist identisch mit Sozialismus. Damit haben wir auch den Grund herausgearbeitet, warum jemand ein leistungsloses Grundeinkommen oder die zwangsweise Umlaufsicherung von Geld einführen will. Es geht immer um Sozialismus. Immer dann, wenn etwas erzwungen wird, was ein freier Mensch so niemals tun würde, handelt es sich um einen “…ismus”
Was wir brauchen, ist Freiheit und nicht immer mehr Zwang – davon haben wir schon genug.
> “Wer keinen Zins zulassen will, spekuliert auf leistungslosen Bezug”
Deine Argumentation zielt auf “Geld mit Geld machen”, was uns meiner Meinung nach erst in die heutige Finanz-”Situation” gebracht hat (siehe >800 Billionen $ in Derivaten ect.).
> bedingungsloses Grundeinkommen
Was ist so schlimm an dem Gedanken? Du möchtest “Freiheit und nicht immer mehr Zwang”. Klingt gut. Freiheit = selbstbestimmtes Leben ohne Angst.
Bedingsloses Grundeinkommen haben wir eigentlich schon: Egal, ob jemand arbeiten geht oder nicht, erhält mindestens 300€ im Monat. Entweder über die Grundsicherung bzw. als Aufstockung, weil die 40h-Vollzeitstelle bei 5€/h brutto nicht zum Leben reicht (dass das Lohngefüge hier durch Dumpinglöhne nicht stimmt, ist klar), oder durch eine Arbeit die entsprechend höher entlohnt wird (warum auch immer: durch Qualifikation, Fleiß oder nur Prestige).
Was mir in dem heutigen System missfällt, ist die Tatsache, dass Leute ihr Leben lang hart arbeiten, trotzdem auf keinen grünen Zweig kommen, weil sie “Zinsverlierer” sind (also weniger als 400 000€ auf dem Konto).
Mir gefiele der Gedanke ein System zu haben, dass gar kein Geld braucht. Jeder ist für sich selbst verantwortlich und kann sein Leben in Freiheit gestalten.
Aber dazu braucht es eine Bewusstseinsänderung. Heute sind wir alle viel zu sehr konditioniert, als dass wir uns ein Leben ohne Geld in unserer Zeit denken könnten.
“Das Geld muss weg!”
MfG Sandra.
…Das Geld muss weg…
Sorry – aber das ist Blödsinn! Was ist denn “Geld”? Doch nur ein Tausch – und Wertaufbewahrungsmittel! Was ist denn bitte an einem Tauschmittel schlecht? Das ist doch nur ein Mittel, um andere Waren einfacher tauschen zu können, um nicht ein Huhn gegen einen Sack Kartoffeln tauschen zu müssen! Willst Du etwa mit Zigaretten, Kühen oder Hühnern bezahlen?
Das Geld ist nicht böse – nur die Menschen, die wertlose Papierzettel verteilen und dafür Zinsen nehmen!
Und das “bedingungslose Grundeinkommen” muss auch jemand erwirtschaften – das ist eine noch größere Umverteilung, als wir sie jetzt mit Hartz und Sozialleistungen schon haben! Aus solchen Modellen spricht die Angst vor dem Leben – die Angst vor Risiko! Aber das Leben ist lebensgefährlich – schon mit dem Zeitpunkt der Geburt beginnt die Gefahr zu sterben! Sicherheit gibt es nur im Verstand.
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Das Leben ist kein Risiko, sondern ein Spiel und sterben müssen wir sowieso alle. Was wir alle doch wollen, ist ein möglichst interessantes Spiel in der uns noch verbliebenen Zeit und außerdem, dass nach uns auch noch unsere Kinder ein interessantes und erfüllendes Spiel spielen dürfen.
Was hilft uns die Perspektive vom angeblich werthaltigen, substanziellen Geld, wenn die, die sich anfangs gut positionieren, später auf Ewigkeit die Regeln stellen dürfen. Das Leben ist doch viel mehr als nur Wirtschaften. Wollen wir wirklich, dass man ein paar Menschen mit einem Sack voller Geld, also denen, die angeblich ach so klug wahren, das „werthaltige“ Geld als das zu erkennen, die Belange und Hoffnungen einer ganzen Gesellschaft überträgt?
Man muss es schon aussprechen dürfen: Geld sammeln ist dumm und macht dumm. Und wenn nicht dumm dann schon mal psychisch krank. Man sieht es deutlich bereits an den heutigen Geldkönigen à la Rothschild-Bande, Banker &Co.
Warum ist es ausgerechnet so um die Sache bestellt? Na, weil man sich in einer solchen Situation nicht: auf sich selbst, auf seine Mitmenschen, auf die Gemeinschaft, auf die Natur, auf Gott schließlich verlässt, sondern auf seinen Sack voller Gold, Silber, Murmeln, Nasenknochen oder was auch immer.
Fantasielosigkeit macht stupide. Aber was ist noch fantasieloser, als ein Sack voller Geld sich zu „verdienen“, in dem man andere ausnutzt oder austrickst („ich bin der fleißigste aller Leister“), um diese dann gegen Zinsen für sich (eigentlich die anderen für sich) „arbeiten“ zu lassen.
Wer ist denn wirklich in diesem wundervollen Spiel des Lebens der Passive: der Kreative und Selbstdenkende oder der stumpfe, systematische Geldeintreiber, wenn auch unter der Maske des „Leistungsträgers“? Ist das nicht bereits eine Schwäche des Körpers und des Geistes, wenn man auf seiner angeblich ach so tollen „Wirtschaftsleitung“ besteht und sich damit anderen überlegen denkt?
Im Übrigen passt zu dem Thema das folgende Zitat:
„Geld, sie verstehen,
das ist die Macht der Ohnmächtigen,
die Schönheit der Hässlichen,
der Verdienst der Parasiten,
das ist die Intelligenz der Geistesschwachen,
das ist die Stärke der Skrupellosen,
das ist der Spielraum der in jeglicher Empfindung Abgestumpften.“
(Eugen Drewermnn, Vortrag „Dostojewskij und die Macht des Geldes“, anzuschauen hier http://video.google.com/videoplay?docid=3698116506261220857)
Dazu kann ich noch anführen: Geld ist das nicht ausschließlich, aber eben auch!!!
Und außerdem, an die, die hier am lautesten das „Schimpfwort“ „Systemlinge“ herausschreien. Was ist denn ihr Konzept anders, als ebenso ein System.
In diesem Sinne, Alles Gute!
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Wenn ich das richtig verstehe, ist doch das “Problem” der Zinsen nicht, dass es sie gibt, sondern dass sie als Schuld direkt am Ursprung des Geldes liegen.
In einem Geldsystem, das auf echten Werten basiert und in dem das Geld nicht beliebig vermehrbar ist, muss für jeden Zins auch etwas reales erwirtschaftet werden. Es kommt eben auf den Gegenwert des Geldes an, was sich vermehrt mit den Zinsen: Schulden oder Werte.
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