Die Krise der Staatsfinanzen – Kommt jetzt eine Deflation?

Dr. Paul C. Martin hielt Anfang Juni 2003 an der TU Darmstadt auf Einladung des Börsenclubs einen Vortrag unter dem Titel: “Kommt die große Deflation? Das Staatsfinanzsystem in der Krise”. Der Vortrag in Stichpunkten.

TTIP / TAFTA: Staatsstreich in Zeitlupe

Le Monde diplomatique – die französische Zeitung für auswärtige Beziehungen – bezeichnet das transatlantische Freihandelsabkommen TAFTA (Transatlantic Free Trade and Investment Agreement) als „Staatsstreich in Zeitlupe“. In geheimen Verhandlungen wird es von den mächtigsten Konzernen der Welt, die von 600 Industrieverbänden vertreten werden, vorbereitet.

Geldsystem als okkulte Religion

„Der Kapitalismus ist eine auf Schuldanerkennung basierte Ökonomie. Die Schulden bzw. das Geld sind die zentrale Nabe, der Schlüssel, um die sich die Ökonomie und daraus folgend, die ganze Kultur, dreht. Da die Schuld „ex nihilo“ aus dem Nichts, d.h. durch Schuldanerkennung der Allgemeinheit, entsteht, handelt es sich nicht, wie viele glauben, um einen rationalen Akt, sondern um einen rituellen. Die moderne Geldschöpfung hat damit einen okkult-religiösen Charakter.“

Gefangene der Geldillusion

Das System wackelt und es macht sich langsam Panik breit. Der Zerfall der herrschenden Ordnung und die Gefahr, die diese mit sich bringt sind jedoch nur Folgen einer unhinterfragten Gläubigkeit an ein Geld, das als eine verzinste Schuldanerkennung von den Banken aus dem Nichts geschaffen wird. Die Welt leidet an einem illusionären Paradigma und vermag deswegen nicht, die Krise zu lösen.

Geld als Gott: Das dunkle Zeitalter

Wie würde ein Ethnologe aus der Zukunft auf die heutige Zeit schauen? In einem Gedankenexperiment deutet er vielleicht unsere heutige „rationale“ Welt als das dunkle Zeitalter, als die Menschheit sich einer unbewussten Gottesprojektion, dem Gelde, unterwarf. Ein Zeitgenosse konnte das Paradigma seines irrationalen Weltbildes jedoch kaum wahrnehmen.

Zwangsabgabe auf Sparguthaben auch in Deutschland?

Am 4. Juli verkündete Spaniens Vizeministerpräsidentin Soraya Sáenz de Santamaria ein Gesetz von erheblicher Tragweite: Alle Sparguthaben in Spanien werden mit einer Steuer von 0,03 Prozent belegt, rückwirkend zum 1. Januar 2014. – 65 Prozent erwarten Zwangsabgabe auf Sparguthaben auch in Deutschland.

Ende, Aus, Neustart

Das herrschende neoklassische Wirtschaftsdogma ignoriert in seinen Modellen die Kreditgeldschöpfung durch die Banken. Die Lösungsvorschläge der „Experten“ sind darum alle zum Scheitern verurteilt und die Politik schlecht beraten. Steve Keen, Wirtschaftsprofessor aus Australien, schlägt für die Schuldkrise folgende radikale Lösung vor: Schuldabschreibung, Bankrott der Banken, Verstaatlichung der Geldschöpfung, Neustart.

MH17: Ukraine verantwortlich

Robert Parry, ein preisgekrönter ehemaligen Reporter von The Associated Press, hat aus US-Geheimdienstkreisen erfahren, dass die US-Regierung im Besitz von Satellitenfotos ist, die zeigen, dass (reguläre) ukrainische Truppen für den Abschuss der Fluges MH17 der Malaysian Airlines verantwortlich waren.

Edelmetalle für Einsteiger

Gold und Silber sind inflationssicher, weil keine Regierung oder Notenbank sie „drucken“ kann. Sie können nur gefördert werden, die Förderung kann man aber nicht beliebig erhöhen oder beschleunigen. Mehrere Tausend Jahre lang haben Gold und Silber die Rolle des „echten Geldes“ gespielt, und daran wird sich höchstwahrscheinlich auch in der Zukunft nichts ändern.

Steuern sind Diebstahl

Der Staatsbürger wird zum Staatssklaven, dessen Existenz einzig dazu dient, zu arbeiten und sein Geld abzuliefern. Zu diesem Schluss kommt der Philosoph Murray N. Rothbard (1926 – 1995) in seinem Buch In seinem Buch „Ethik der Freiheit“. Rothbard analysiert folgerichtig: Steuern sind Diebstahl. Niemand zahlt sie freiwillig gern. Sie werden nur unter Androhung von roher Gewalt entrichtet.