SilberNews – 28.12.13 – Verursachte China den Goldcrash?

News und Kommentare zu Silber und verwandten Themen – Stand 28.12.2013 – 12:20

Hat China den Goldcrash im April 2013 verursacht?
Im März 2013 gab es einen starken Anstieg der Goldexporte aus Hong Kong in Richtung chinesisches Festland, so als ob jemand wusste, dass es im April zu einer immensen Nachfrage nach physischem Gold auf dem Festland kommen würde. Aber warum sollte jemand teureres Gold im März importieren, um es auf tieferem Niveau im April zu verkaufen?

Im Prinzip funktioniert das so: Das Gold wird vom Versender (Konsignant, consigner), in diesem Fall die HSBC-Bank (Hong Kong and Shanghai Banking Corporation) nach China transportiert, ohne dass es als verkauft gilt. Dann muss es binnen 7 Tage in der SGE registriert und in deren Tresore eingelagert werden. Das Gold ist nun transportiert worden – aber noch nicht verkauft und bezahlt – Eigentümer ist immer noch der Versender.

Nun kommt die Empfängerbank (consignee) ins Spiel, zB die ICBC, die den gültigen Spotpreis plus Aufschlägen (Fracht, Gebühren, Versicherung) bei der HSBC anfordert und das Gold dann an der SGE verkauft. Erst 2 Tage nach dem Verkauf, muss die ICBC die HSBC bezahlen und die staatlichen Aufsichtsbehörden über die Transaktion informieren.

Anfang 2013 gab es gute Arbitrage-Möglichkeiten, die einige der Handelsaktivitäten zwischen Hongkong und dem Festland erklären können – aber es kann nicht den rekordhohen Goldexport erklären, kurz bevor der Goldpreis im April stark fiel und die SGE für physisches Gold gestürmt wurde.

Zwischen dem 22. und 26. April 2013 wurden 117 Tonnen physisches Gold aus den Tresoren der SGE zurückgezogen. Es ist außergewöhnlich, so eine große Menge Gold auf Lager zu haben,  es sei denn man wusste vorher, dass die Nachfrage deutlich steigen würde und hatte entsprechende Vorbestellungen vorgenommen. Das ist natürlich nur eine Theorie…

In jedem Fall betrug die Einfuhr physischen Goldes aus Hongkong ins chinesische Festland in den ersten zehn Monaten dieses Jahres 957 Tonnen, auf  das Jahr gerechnet sind das 1148 Tonnen. Aber Hongkong ist sicherlich nicht der einzige Hafen, für die Einfuhr von physischem Gold ins chinesische Festland. Eine Analyse zeigt, dass der gesamte Nettogoldimport ins chinesische Festland in diesem Jahr 2000 Tonnen erreichen kann.

Egal, ob China die Drückung zu verantworten hat – ein Motif hat es allemal. Aber das kann uns egal sein, denn durch die Drückung hat nicht nur China die Möglichkeit, billig an Gold zu kommen, sondern auch wir. Nutzen wir das Geschenk, das uns hier so großzügig gemacht wird! Unsere Kinder und Enkelkinder werden später vielleicht staunen, wenn sie hören wie billig wir an dieses Metall gekommen sind…

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