Gold-Deckung des Petro-Dollars

Dieser Text ist eine freie Mitschrift eines Videos (siehe unten), das erklärt, wie das Petro-Dollar-System in Zusammenhang mit Gold-Terminkontrakten funktioniert.

Im Jahr 1971 schloss Präsident Nixon das Goldfenster. Seitdem glaubt jeder, dass der Dollar nicht mehr mit Gold gedeckt ist. Was aber immer übersehen wird, ist, dass Gold immer noch für Bezahlvorgänge benutzt wird und dass der freie Fluss von Gold wichtig für das Funktionieren der globalen Finanzwelt ist. Das Bretton-Woods-System wurde durch ein System ersetzt, das aus dem Petrodollar, Goldleasing und dem Terminmarkt besteht. Die ölproduzierenden Länder unter der Führung von Saudiarabien haben damals mit der USA vereinbart, für ihr Öl ausschließlich eine Bezahlung in Dollars zu akzeptieren. Dafür garantiert die USA den Ölproduzenten – Zitat: Den Dollar in Bezug auf Gold stark zu halten.

petrodollar_golddeckung

Bergbau ist sehr kapitalintensiv – Minen brauchen sehr viel Kapital, um die regelmäßige Förderung von Gold jetzt und in der Zukunft zu garantieren. Die Bullionbanken arrangieren die Finanzierung der Minen. Die Minen bekommen Geld von den Bullionbanken – als Gegenleistung für die Zusage künftig Gold zu produzieren. Daraus entsteht ein Terminkontrakt für Gold. Die Mine ist dann ein “Commercial-Short” und die Bullion-Bank ein “Commercial-Long“.

Die Bullionbank ist der “Marktmacher” und bekommt Geld von Investoren – in diesem Fall von den Ölproduzenten. Die Bullionbank verkauft den Terminkontrakt an die Ölproduzenten, die dadurch zur Gegenpartei der Minen werden.

Aber das ist noch nicht das Ende der Geschichte, denn die Ölproduzenten wissen natürlich, dass Golderz in der Erde nicht das gleiche ist, wie fertige, physische Goldbarren. Wenn sie ausschließlich an unterirdischem Gold interessiert wären, könnten sie Minenaktien kaufen. Das wollen sie aber nicht – sie wollen physisches Gold haben.

Wie wird nun garantiert, dass hinter dem Terminkontrakt tatsächlich physisches Gold steht? Hier kommen nun die Regierung und Zentralbank ins Spiel. Sie besitzen physische Goldvorräte, die sie an die Zentralbanken verleihen. Die Bullionbanken müssen später das Gold plus einen geringen Zins wieder an die Zentralbanken zurückgeben.

Dabei wird aber das Gold nicht physisch transferiert, sondern nur ein Besitztitel. Die Bullionbanken können die Gebühr bezahlen, wegen des bestehenden Contangos im Terminmarkt. Das bedeutet, dass sofort geliefertes Gold normalerweise billiger ist, als später geliefertes, auf dem höhere Lager- und Versicherungskosten lasten. Aufgrund dieser Konstruktion können die Geldautoritäten (Zentralbank, Regierung) garantieren, dass das Gold physisch geliefert werden kann, wenn der Ölproduzent die Auslieferung wünscht.

Das ist ein Papierkontrakt auf im Comex-Lager befindliches, physisches Gold, gedeckt durch die US-Regierung. Wenn man es so betrachtet, dann ist der (Petro-) Dollar mit Gold gedeckt.

Es gibt aber mehrere Möglichkeiten, die dazu führen könnten, dass dieses System in Kürze nicht mehr funktioniert:

  1. Wenn die US-Regierung und die Comex nicht mehr über genügend physisches Gold verfügen.
  2. Wenn die Minen für den aktuellen Goldpreis micht mehr ausreichend Gold fördern können – was man bereits an den Aktienpreisen der Minen ablesen kann.
  3. Wenn nicht mehr sicher ist, ob zukünftig noch genügend Gold verfügbar ist, wird die Gold-Leasingrate negativ (Backwardation) und dann ist die Goldleihe für die Bullionbanken nicht mehr profitabel.

Möglichkeit Nummer drei scheint einzutreten, was man daran erkennen kann, dass Deutschland auf sein eigenes Gold sieben Jahre warten muss. Außerdem ist Gold zunehmend in Backwardation – was man daran erkennt, dass die Leasingrate negativ wird. Außerdem hedgen die Minen kaum noch, weil die Preise zu niedrig sind.

Das System kann nur aufrecht erhalten werden, wenn

  1. Die Regierungen und Zentralbanken ihr eigenes Gold am Markt verkaufen
  2. Die Minen müssten mehr hedgen – aber bei fallenden Preisen ist das sehr unwahrscheinlich.
  3. Der Goldpreis muss signifikant ansteigen

Wenn Gold und Silber verschwinden


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Das Gold muss fließen!
Zusammenfassung: Das Gold muss fließen, denn es ist eminent wichtig für die weltweite Finanzierung von zB Öl und anderen Rohstoffen. Dafür müssen aber private und staatliche Goldbesitzer willens sein, ihre Goldvorräte gegen Währung (temporär) zu verkaufen. Wenn die Goldleasing-Rate (GOFO) negativ wird, zeigt das an, dass es schwieriger wird, Gold von privaten Haltern und Zentralbanken zu mobilisieren – weil diese befürchten, dass sie es nicht zurück bekommen.

Mit anderen Worten weigern sich Goldbesitzer, ihr gutes Gold gegen immer schlechter werdende Währung zu verkaufen. Das ist ein Alarmzeichen und könnte bei andauernder Backwardation zur endgültigen Entwertung (Devaluierung) des Petro-Dollars und damit zu einem weltweiten Finanzkollaps führen.

Gold wird weltweit als universelle und werthaltige Transaktionswährung für wichtige Rohstoffe und zwischen Zentralbanken benutzt. Es ist weitaus wichtiger, als offizielle Stellen uns glauben machen wollen. Wäre der Masse bekannt, wie wichtig Gold für internationale Bezahlvorgänge wirklich ist, würden sie es aufkaufen. Nach offiziellen Quellen existieren etwa 165.000 Tonnen Gold, das über einen Zeitraum von 5000 Jahren gefördert wurde. Bei einer Weltbevölkerung von rund 7 Milliarden Menschen, kommen auf jeden Menschen nur 0,75 Unzen Gold.

Im Vergleich zu Silber ist das noch viel – ich schätze, dass auf jeden Menschen nur etwa 1/10 Unze bereits gefördertes, handelsfähiges Silber kommt. Warum? Im Gegensatz zu Gold, wurde das in 5000 Jahren geförderte Silber nahezu vollständig in der Industrie verbraucht und liegt jetzt auf Müllhalden und im Meer. Ich gehe daher davon aus, dass es keine großen Silberhorte mehr gibt – vielleicht liegen noch grob geschätzte 25.000 Tonnen handelbares Silber in ETF’s und sonstigen Lagern herum. Das entspricht einer Jahresproduktion und geteilt durch 7 Milliarden ergibt sich etwa 1/10 Unze pro Mensch. Natürlich gibt es auch noch große Mengen Schmucksilber und Tafelsilber – aber wieviel das sein könnte, das weiß ich nicht. Und selbst dann, wenn wir annehmen, dass insgesamt noch 7 Milliarden Unzen oberirdisches Silber vorhanden wären, ergäbe das gerade einmal eine Unze pro Mensch, was auch nicht gerade sehr viel ist.

Zukünftig werden die Goldpreise möglicherweise an den physischen Börsen, wie zB Shanghai, ermittelt werden. Solange das nicht der Fall ist, kann es passieren, dass wir eines Tages aufwachen, und der Goldpreis auf >10.000 US-Dollar steht oder auch auf fast Null. Darauf sollte man sich mental vorbereiten…

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